Donnerstag, 29. Juli 2010
.
Statistik: Deutschland führt europäische Verbreitung an
Bis Ende des Jahres soll es nach Angaben des European Information Technology Observatory (EITO) weltweit 5,1 Milliarden Mobilfunkanschlüsse geben ? von denen rund 800 Millionen auf den Mobilfunkstandard UMTS entfallen.
Die Zahl der Mobilfunk-Anschlüsse hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Nach Angaben des EITO sollen sie auch im kommenden Jahr eine weitere Verbreitung finden und zwar um zehn Prozent auf 5,6 Milliarden. Besonders hoch ist das Wachstum in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Nach aktuellen Angaben der UN-Behörde International Telecommuncation Union (ITU), besitzen dort selbst in ländlichen Gegenden über die Hälfte aller Haushalte einen Mobilfunk-Anschluss. Festnetz gibt es nur selten oder gar nicht.
In der Europäischen Union wird es nach EITO-Angaben Ende 2010 voraussichtlich rund 650 Millionen Mobilfunkanschlüsse geben. Das wäre ein Zuwachs von fast drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fast ein Drittel nutzt mittlerweile UMTS. Die meisten Mobilfunkverträge in der EU gibt es in Deutschland: rund 111 Millionen zum Jahresende 2010. Es folgen Italien (87 Millionen), Großbritannien (81 Millionen), Frank-reich (62 Millionen) sowie Spanien (57 Millionen). Zum Vergleich: In Russland sind es voraussichtlich 220 Millionen, in den USA 287 Millionen.
Viel stärker als in Europa und Nordamerika steigt die Mobilfunknutzung in Asien und Südamerika. In China steigt die Zahl der Handy-Anschlüsse in diesem Jahr um fast 13 Prozent auf rund 844 Millionen. Im nächsten Jahr wird die Anzahl um rund ein Zehntel auf dann 930 Millionen wachsen. In Indien steigt die Zahl der Anschlüsse in diesem Jahr um 30 Prozent auf 680 Millionen. In Brasilien gibt es zum Jahresende 193 Millionen Anschlüsse, ein Zuwachs von elf Prozent. Technisch sehr fortschrittlich ist Japan: Dort verwenden heute bereits 96 Prozent aller Mobilfunknutzer UMTS.